Die Ulrichskirche in Steinenkirch (Albstraße 20)

Innenraum der Ulrichskirche

 

1275 wird in den Urkunden erstmals ein Pfarrer aus Steinenkirch erwähnt. Da muss es sie also schon gegeben haben, die steinerne Kirche, die dem Ort seinen Namen gab.

 

1543 wurde Steinenkirch dann von der freien Reeichsstadt Ulm gekauft und wurde dadurch evangelisch.

 

Im Laufe ihrer Geschichte wurde die Kirche mehrmals zerstört und wieder aufgebaut.

 

1795 wurde sie nach ihrem Einsturz in ihrer heutigen Form als klassizistische Saalkirche wieder aufgebaut.

 

Es folgten verschiedene Innen- und Außenrenovierungen.

Hölzerner Glockenstuhl der Ulrichskirche

1992 wurde die Kirche bei einer grundlegenden Innenrenovierung ihrem ursprünglichen klassisistischen Ursprung wieder angeglichen.

 

2009 wurden schließlich erneut einige bauliche Veränderungen notwendig. So wurde zum Beispiel beschlossen, einen neuen Glockenstuhl aus Holz einzubauen.

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Übrigens: Die Ulrichskirche hat ihren Namen von Bischof Ulrich von Augsburg. Er lebte von 890 n.Ch. bis 973 n.Chr. und wurde mit 33 Jahren Bischof von Augsburg. Er war ein gefragter Berater und verkehrte am Hof von Heinrich und Otto I. 

 

Außerdem sorgte Bischof Ulrich dafür, dass die Bewohner von Augsburg derzeit sicher leben konnten und dass eine Stadtmauer gebaut wurde.

 

Bischof Ulrich war auch ein Mann des Gebets. Als 955 n.Chr. Augsburg gegen die Ungarn verteidigt werden musste, befehligte er die Verteidiger und betete inständig für sie.

 

Des weiteren baute er auch die von den Ungarn zerstörten Klöster und Dörfer seines Gebiets wieder auf.

 

Und Bischof Ulrich kümmerte sich nicht zuletzt auch um den Gottesdienst. Er sorgte sich um würdige und zur rechten Zeit eingehaltene kirchliche Feiern und um eine feierliche Liturgie.

 

Und: Ihm waren auch Arme und Kranke ein Anliegen. Er selbst lebte übrigens enthaltsam wie ein Mönch und war sehr freigiebig gegenüber den Armen.