Mit Gott gut durch den Tag
 
Unser Ort liegt auf dem Jakobsweg. Gelegentlich besuchen uns Pilger. Sie können von ihrem Weg erzählen und ihren Erfahrungen beim Pilgern. Ihr Weg bringt bei ihnen auch innerlich etwas in Bewegung.
 
Aber auch wir haben das Bedürfnis nach einem guten Weg durch den Tag, durch unser Leben. Wir wollen innerlich wachsen und reifen.
Manchmal haben wir Angst vor dem, was auf uns zukommt. Wir fürchten das, was wir noch nicht kennen. Manchmal spüren wir, dass ein neuer Schritt ansteht, aber wir zögern, weil das Weitergehen für uns wie eine Hürde ist.
Manchmal wollen wir aufbrechen und verstecken uns dann doch lieber in vermeintlichen Sicherheiten. Aber in uns spricht eine Stimme: Bleib nicht stehen auf deinem Weg!
 
Im Gehen entwickeln wir uns. Die Jakobspilger bekommen auf ihrer Wanderung immer wieder neue Ansichten der Landschaft zu sehen. Im Weitergehen auf unserem inneren Weg ist das auch so. Im Gehen mit Gott entfaltet sich Schritt für Schritt unsere Lebenslandschaft wie ein weites Land, in dem es viel  zu entdecken gibt.
 
Die Pilger brauchen Pausen. Pause machen ist etwas anderes, als Stehenbleiben, weil man nicht weitergehen will. Auch auf dem inneren Weg ist das so.
 
Gott lädt uns ein, auf dem Weg durch den Tag und durch das Leben immer wieder inne zu halten, bei hm aufzutanken und dann mit ihm weiter zu gehen auf einem gesegneten Lebensweg.